Impulsapéro 2024
Am diesjährigen Impulsapero von Kellerhals Carrard konnte der Berner Standortleiter Mario Marti über 650 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft begrüssen. Das Thema («American Dreams vs. Schwizer Tröim» oder: Wie schafft die Schweiz mehr Unicorns) und Referenten vermochten zu begeistern.
Der ehemalige Nasa-Forschungschef und heutige ETH-Professor Thomas Zurbuchen brach in seinem Key Note eine Lanze für Unicorns, weil sie als Leuchttürme für ein ganzes Oekosystem ausstrahlen können. Erfolg braucht Werte: «Freiheit und Hoffnung. Teamgeist und Ideen. Engagement und Zeit. Geld folgt erfolgreichen Talenten, weshalb der Fokus auf Talente gelegt werden muss, so Zurbuchen». Erfolge soll man feiern, aber auch aus Misserfolgen lernt man. Als Beispiel nannte er die ersten beiden kommerziellen Mond-Landungen, die er noch als NASA-Chef aufgleiste; die eine scheiterte, die andere gelang – und beide Unternehmen sind heute Unicorns.
Daran knüpfte die Technologie-Unternehmerin und Business Angel Nicole Herzog im anschliessenden Gespräch mit Thomas Zurbuchen an, zeigte auf, dass die Schweiz verhältnismässig gut abschneidet bei den Unicorns, aber noch besser sein könnte. «Sind wir zu wenig hungrig und internationalisieren wir zu bedächtig (DACH-Region statt USA)?» fragte sie provokativ und stellte drei Punkte vor, wie «Schwizer (Start-up-)Tröim wahr werden können:
- Die besten Talente nicht nur ausbilden, sondern ihr Talent für den Innovationsstandort Schweiz einsetzen. Das bedeutet insbesondere bürokratische Hürden bei der Firmengründung für Angehörige aus Drittstaaten abbauen.
- Mehr Risikobereitschaft auf Seiten der Gründerinnen und Gründer und auf Seiten der Investoren. Es gibt keinen risikolosen Erfolg und er findet selten in der Komfortzone statt.
- Mut zur Internationalisierung. Sich früh in einen grossen Markt ausserhalb von Europa wagen: Israel ist ein gutes Beispiel, wie es anders geht.